Erlöse von co-location Batteriespeichern 2025 - Battery Beats Jahresrückblick
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Während wir in dem frei zugänglichen Jahresrückblick die Erlöse eines stand-alone Batteriespeichers im backtesting mit unserem Simulationsmodell darstellen, steigen wir im vorliegenden Blogpost vertiefend in die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers kombiniert mit einem Wind- oder PV-Park ein. Folgende Inhalte finden Sie in diesem Teil des Jahresvergleichs:
Die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Windpark (nach InnAusV) in Deutschland, mit folgender Marktabdeckung
Day-Ahead
Intraday-Auktion
kontinuierlicher Intraday-Handel
kombinierte Vermarktung an den Großhandelsmärkten
positive aFRR-Leistungsbereitstellung (zwei Preisszenarien) und
unsere cross-market-Optimierung (zwei Preisszenarien für aFRR)
Die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Solarpark in Deutschland, mit der oben dargestellten Marktabdeckung
Für beide Fälle werden noch folgende Vergleiche dargestellt und analysiert:
Vergleich der Erlöse mit und ohne Batteriespeicher
Vergleich für ein 2 h und ein 4 h co-location Batteriespeichersystem
Vergleich der Erlöspotenziale 2025 vs. 2024
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Erlöse von Windparks mit Batteriespeicher liegen um bis zu 60 % höher als ohne
Abbildung 1: Berechnungsergebnisse zu den möglichen gemeinsamen Erlösen (backtesting) eines 1 MW/2 MWh co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Windpark (nach InnAusV) an den deutschen Strommärkten in 2025 (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen könne hier nachgelesen werden) [* durchschnittliche Leistungspreise]
Abbildung 1 zeigt, welche Erlöse ein co-location Batteriespeicher kombiniert mit einem Windpark auf den verschiedenen Märkten im Jahr 2025 potenziell hätte erzielen können, gemessen in Euro pro MW. Der untere, hellere Balken stellt jeweils die Erlöse des Windparks der Anlagenkombination dar, dessen direkte Einspeisung in allen Fällen nur am Day-Ahead-Markt vermarktet wird. Diese Erlöse variieren zum Teil leicht, je nachdem, ob es sich mehr lohnt, die Energie zwischenzuspeichern oder direkt zu vermarkten. Der obere, dunklere Balken zeigt die Erlöse des verbundenen Batteriespeichers am jeweiligen Markt bzw. cross-market. Die Größe des Windparks ist nach den Vorgaben der Innovationsausschreibung an der Größe des Batteriespeichers ausgerichtet und macht damit 75 % (hier 3 MW) der gesamten Leistung der Anlagenkombination aus. Details zu den Modellparametern finden sie hier. Der Batteriespeicher kann zur Wahrung des Grünstromprivilegs nur über den Windpark geladen werden und dementsprechend weder am Primär- (FCR) noch am negativen Sekundärregelleistungsmarkt (aFRR negativ) teilnehmen.
Zur besseren Einordnung wird durch die horizontale, gestrichelte schwarze Linie angezeigt, was die Vermarktung des Windparks jeweils ohne Speicher im Day-Ahead-Markt eingebracht hätte. Diese Zahl liegt im betrachteten Fall bei ca. 371 k € (ca. 15 % weniger als in 2024) . Dabei ist zu beachten, dass Windkraftanlagen in der Kombination mit Speichern als systemdienliche Lösungen durch Innovationsausschreibungen nach §§ 28 bis 35a und 39n EEG sowie die Regelungen der InnAusV von attraktiveren Förderbedingungen profitieren. Allein hierdurch ergibt sich bei den potenziellen Erlösen ein Plus, aufgrund eines um fast 14 % höheren anzulegenden Wertes und damit einer entsprechend höheren Marktprämie. Dies erklärt den Unterschied zwischen den Erlösen des kombinierten mit denen des eigenständigen Windparks.
Im Day-Ahead-Markt hätte die Kombination von Windpark und Speicher bis zu 487 k € erzielen können.
Findet die Vermarktung des Batteriespeichers nur durch den Intraday-Auktionshandel statt, hätten für die Anlagenkombination ca. 492 k € erzielt werden können. Der Handel mit dem Speicher nur am kontinuierlichen Intraday-Markt hätte ca. 507 k € eingebracht. Durch eine Handelsstrategie, die über die Day-Ahead- und Intraday-Märkte optimiert wird, hätte sich durch eine effizientere Allokation der Ressourcen mit ca. 523 k € noch einmal ein etwas größerer Erlös für die Anlagenkombination erwirtschaften lassen. In allen Fällen wird der direkt eingespeiste Strom des Windparks ausschließlich am Day-Ahead-Markt vermarktet.
Wenn für den Markt für positive Sekundärregelreserve (aFRR positiv), in dem Leistung für die Einspeisung ins Netz vorgehalten wird, die durchschnittlich erzielten Leistungspreise angelegt werden, wäre hier ein mit ca. 570 k € etwas geringerer Erlös als mit dem kombinierten Speichereinsatz in den Großhandelsmärkten möglich gewesen.
Das über alle verfügbaren Märkte optimierte Szenario zeigt mit ca. 596 k € bei der Verwendung von durchschnittlichen Leistungspreisen am aFRR-Markt, dass die höchsten Erlöse genau wie im Falle eines stand-alone Batteriespeichers auch in Kombination mit einem Windpark durch einen effizienten cross-market-Ansatz erzielt werden können. Dieses Szenario berücksichtigt Preisvolatilitäten, die optimale Ausnutzung von Flexibilität sowie die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Märkte.
Das Investment in einen Speicher zusätzlich zu einem Windpark führt also für die hier betrachteten Märkte zu einem Mehrerlös von maximal 222 k € (+ 60 %), zu dem dann noch potenzielle Erlöse aus dem aFRR-Arbeitsmarkt und financial trading addiert werden müssten, um ein vollumfassendes Bild über die maximal möglichen Gesamterlöse zu erhalten.
Cross-market Bruttoerlöse des co-location Speichers in 2025 im Vergleich zu 2024
Abbildung 2: Potenzielle Bruttoerlöse des Speichers in co-location mit Windenergie durch die cross-market-Strategie, nach Einzelmärkten aufgelöst in 2025 und 2024 [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Abbildung 2 zeigt die Bruttoerlöse des co-location Speichers bei der cross-market-Strategie in 2025 und 2024. Die Hälfte der Bruttoerlöse wurden 2025 am positiven aFRR-Markt erzielt, die andere Hälfte an den Intraday-Märkten (Auktion und kontinuierlich). Im Vergleich zu 2024 fand, ähnlich wie beim stand-alone-Speicher, eine Verlagerung in die Regelleistungsmärkte statt. Der Day-Ahead-Markt dient nur zum Laden der Batterie in dem Sinne, dass der erzeugte Windstrom dort nicht direkt vermarktet wird und damit für die Batterie an sich zu negativen Erlösen führt.
Vergleich von 2 h- und 4 h-Batteriespeichern in co-location mit Windkraft in 2025
Abbildung 3: Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers und eines Windpark mit einer 2-h-Auslegung vs. 4-h-Auslegung in 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]
Wird die Speichergröße verdoppelt, so ergeben sich in der vorliegenden Betrachtung zusätzliche Erlöspotenziale von etwa 5-7 % für die Anlagenkombination auf den Großhandelsmärkten. Diese relativ geringe Erhöhung der Erlöse leitet sich aus folgenden Faktoren ab:
Der Batteriespeicher trägt nur einen kleinen Teil zu den Gesamterlösen der Anlagenkombination bei. Werden der Speicher und die Windkraftanlage am Day-Ahead-Markt vermarktet, liegt der Anteil des Speichers am Gesamterlös bei einem 2-h-System bei knapp 15 %. Wenngleich eine Verdopplung der Kapazität zu einer Erlössteigerung des Speichers um ca. 40 % im Day-Ahead-Markt führt, schlägt sie sich nur in einer 6 %-Erhöhung der Gesamterlöse für die Anlagenkombination nieder.
Der Batteriespeicher ist durch die Windparkerzeugung begrenzt, denn eine Vergrößerung der Kapazität führt nicht zwangsläufig dazu, dass diese auch ausgeschöpft werden kann, bzw. dass sich dies auch lohnt, da der Speicher lediglich aus dem Windpark geladen werden kann. Beim Beispiel der ausschließlichen Day-Ahead-Vermarktung führt die Steigerung der Kapazität von 2 h auf 4 h dazu, dass lediglich ca. 52 % mehr Energie geladen wird.
Wie bei der Analyse der Erlöse von stand-alone Speichern beschrieben wirkt sich die Erhöhung der Kapazität nicht auf die Erlöspotenziale auf den Sekundärregelenergiemärkten aus.
Alle betrachteten Strategien führen zu niedrigeren Erlösen in 2025 als 2024
Abbildung 4: Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit Windpark in den verschiedenen Märkten für 2025 vs. 2024 [*durchschnittliche Leistungspreise]
Grundsätzlich zeigt die Gegenüberstellung der Erlöse der Anlagenkombination in 2024 und 2025, dass anders als bei einem eigenständigen Batteriespeicher die Erlöse für alle Vermarktungsstrategien in 2025 unter den potenziellen Erlösen von 2024 lagen. Dabei kommen mehrere Faktoren zum Tragen:
Die Menge der durch Windkraft erzeugten Energie lag in 2025 insgesamt um ca. 5 % unter dem Vorjahreswert, pro installierte Kapazität um ca. 11 % niedriger. Das ist auch in der Abbildung 5 vor allem im sonst windreicheren Frühjahr und Herbst/Winter zu sehen. Wenngleich der Jahresmarktwert von Wind an Land, um ca. 12 % über dem Vorjahreswert lag, reduziert die geringere Produktion die direkten Erlöse, die der Windpark allein am Markt erzielen kann. Zum Vergleich: Der Wind-Park ohne Speicher hätte 2025 am Day-Ahead-Markt allein ca. 9 % weniger als 2024 erzielt. Der Batteriespeicher kann diesen Rückgang folglich leicht kompensieren.
Die aFRR-Leistungspreise lagen deutlich über dem Vorjahresniveau, wie bei den stand-alone Batteriespeichereinnahmen zu sehen. Daher konnte der Batteriespeicher durch die Teilnahme an diesem Markt den Erlösrückgang der Anlagenkombination im Vergleich zum Vorjahr auf nur 1 % reduzieren.
Abbildung 5: Potenzielle Erlöse der Anlagenkombination eines Batteriespeichers mit einem Windpark durch die cross-market-Strategie, nach Einzelmärkten aufgelöst in den einzelnen Monaten in 2025 [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Erhöhung der Erlöse durch co-location für PV-Park in 2025 um das 2,4-Fache möglich
Abbildung 6: Berechnungsergebnisse zu den möglichen gemeinsamen Erlösen (backtesting) eines 1 MW/2 MWh co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW PV-Park (nach InnAusV) an den deutschen Strommärkten in 2025 (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen könne hier nachgelesen werden) [* durchschnittliche Leistungspreise]
Abbildung 6 zeigt, welche Erlöse ein Batteriespeicher kombiniert mit einem PV-Park in verschiedenen Märkten im Jahr 2025 potenziell hätte erzielen können, gemessen in Euro pro Megawattstunde. Dabei wird den einzelnen Ergebnissen wiederum der mögliche Erlös aus einer cross-market-Optimierung gegenübergestellt. Außerdem wird zur besseren Einordnung durch die horizontale, gestrichelte schwarze Linie angezeigt, was die Vermarktung der Anlage jeweils ohne Speicher eingebracht hätte. Diese Zahl liegt für 2025 bei 134 k €. Dabei ist zu beachten, dass Wind- und PV-Anlagen in der Kombination mit Speichern als systemdienliche Lösungen durch die InnAusV von attraktiveren Förderbedingungen profitieren. Allein hierdurch ergibt sich bei den potenziellen Erlösen ein Plus von bis zu 27 %.
Im Day-Ahead-Markt hätte die Kombination von Windpark und Speicher ca. 237 k € erzielen und damit die Erlöse gegenüber einem PV-Park ohne Speicher um ca. 77 % übersteigen können.
Bei der Vermarktung des Batteriespeichers nur durch den Intraday-Auktionshandel hätten ca. 241 k € erzielt werden können. Der Handel des Speichers nur am kontinuierlichen Intraday-Markt hätte 254 k €eingebracht. Durch eine Handelsstrategie, die über die Day-Ahead- und Intraday-Märkte optimiert wird, hätte sich durch eine effizientere Allokation der Ressourcen mit ca. 266 k € noch einmal ein etwas größerer Erlös erwirtschaften lassen.
Auch für die PV-Speicher-Kombination bestand das größte Erlöspotenzial bei den single-market-Strategien im aFRR-Leistungsmarkt. Bei der Optimierung basierend auf durchschnittlich erzielbaren Preisen liegen die Erlöse am aFRR-Markt mit 326 k € ca. 28 % über den Erlösen beim Intraday-Handel.
Das über alle verfügbaren Strommärkte optimierte Szenario zeigt mit ca. 327 k € bei der Verwendung von durchschnittlichen Preisen am aFRR-Markt, dass durch einen effizienten cross-market-Ansatz auch in co-location mit einem PV-Park hohe Erlöse erzielt werden können. Die cross-market-Erlöse liegen damit um bis zu 33 % höher als am Day-Ahead-Markt.
Insgesamt könnte das zusätzliche Investment in einen co-location Batteriespeicher im betrachteten Szenario die Erlöse des PV-Parks damit um maximal ca. 193 k € und damit um 144 % erhöhen. Für eine vollständige Betrachtung des maximalen Erlöspotenzials müssten diesem weitere Einnahmen aus dem aFRR-Arbeitsmarkt und financial trading hinzugerechnet werden.
Cross-market Bruttoerlöse des co-location Speichers in 2025 im Vergleich zu 2024
Abbildung 7: Potenzielle Erlöse des Speichers in co-location mit PV-Anlage durch die cross-market-Strategie, nach Einzelmärkten aufgelöst in 2025 und 2024 [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Abbildung 7 zeigt die Bruttoerlöse des co-location Speichers bei der cross-market-Strategie in 2025 und 2024. Es zeigt sich, ähnlich wie in Kombination mit Windkraft, dass Hälfte der Bruttoerlöse 2025 am positiven aFRR-Markt erzielt wurden und die andere Hälfte an den Intraday-Märkten (Auktion und kontinuierlich). Im Vergleich zu 2024 fand, ähnlich wie beim stand-alone-Speicher, eine Verlagerung in die Regelleistungsmärkte statt. Der Day-Ahead-Markt dient nur zum Laden der Batterie in dem Sinne, dass der erzeugte PV-Strom dort nicht direkt vermarktet wird und damit für die Batterie an sich zu negativen Erlösen führt.
Vergleich von 2 h- und 4 h-Batteriespeichern in co-location mit PV-Park in 2025
Abbildung 8: Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem PV-Park mit einer 2-h-Auslegung vs. 4-h-Auslegung in 2025 [* durchschnittliche Leistungspreise]
Es zeigt sich, dass eine Verdopplung der Kapazität zu einer Erlössteigerung von etwa 20 % im besten Fall führt und damit etwas höher als in 2024 liegt (mit Erlössteigerung von ~15 %). Auch hier erklären wieder verschiedene Faktoren den relativ geringen Zuwachs:
Wenngleich etwas größer als bei der Variante mit einem Windpark, trägt der Batteriespeicher nur einen kleinen Teil zu den Gesamterlösen der Anlagenkombination mit PV bei. Werden beide Anlagen, Batteriespeicher und PV, am Day-Ahead-Markt vermarktet, liegt der Anteil des Speichers am Gesamterlös bei einem 2-h-System bei 29 %. Auch wenn eine Verdopplung der Kapazität zu einer Erlössteigerung des Speichers um 59 % im Day-Ahead-Markt führt, schlägt sie sich nur in einer 17 %-Erhöhung der Gesamterlöse für die Kombination nieder.
Der Batteriespeicher ist durch die PV-Erzeugung begrenzt, da der Speicher zur Wahrung des Grünstromprivilegs nur aus der PV-Anlage geladen werden darf. Insbesondere in den Wintermonaten wirkt sich dies begrenzend auf das Erlöspotenzial der Speicher aus, denn eine Vergrößerung der Kapazität führt nicht zwangsläufig dazu, dass diese auch ausgeschöpft werden kann, bzw. dass sich dies auch lohnt. Beim Beispiel der ausschließlichen Day-Ahead-Vermarktung führt die Steigerung der Kapazität von 2 h auf 4 h dazu, dass über das ganze Jahr ca. 69 % mehr Energie geladen wird.
Wie bei der Analyse der Erlöse von stand-alone Speichern beschrieben wirkt sich die Erhöhung der Kapazität nicht auf die Erlöspotenziale auf den Sekundärregelenergiemärkten aus.
Für die PV-Speicher-Kombination sind die Erlöse gegenüber 2024 leicht gestiegen
Abbildung 9: Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit einem PV-Park in den verschiedenen Märkten für 2025 vs. 2024 [*durchschnittliche Leistungspreise]
Im Vergleich zu den Entwicklungen bei der co-location mit einem Windpark zeigt sich hier ein deutlich anders Bild: die Erlöspotenziale über alle Märkte und Optimierungsstrategien in 2025 unverändert oder 3-15 % über den Erlöspotenzialen von 2024 lagen. Die Kerntreiber sind hier:
Im Vergleich zu 2024 lag die die Menge der durch PV erzeugten Energie insgesamt um 18 % über dem Vorjahreswert, pro installierte Kapazität um ca. 2 % darüber. Gleichzeitig lag jedoch lag der Jahresmarktwert von PV ca. 3 % niedriger als 2024. Dies begrenzt die direkten Erlöse, die der PV-Park trotz höherer Erzeugung am Day-Ahead-Markt erzielen kann. Zum Vergleich: Der PV-Park ohne Speicher hätte 2025 am Day-Ahead-Markt allein knapp 2 % mehr als 2024 erzielt. Der Batteriespeicher kann diesen Rückgang folglich etwas steigern.
Die aFRR-Leistungspreise lagen deutlich über dem Vorjahresniveau, wie auch in unserem Beitrag zu den stand-alone Batteriespeichereinnahmen zu sehen. Daher konnte der Batteriespeicher durch die Teilnahme an diesem Markt den Gesamterlös deutlich im Vergleich zu 2024 steigern.
Abbildung 10: Potenzielle Erlöse der Anlagenkombination eines Batteriespeichers mit einem PV-Park durch die cross-market-Strategie, nach Einzelmärkten aufgelöst in den einzelnen Monaten in 2025 [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass das Investment in einen co-location Batteriespeicher in den hier betrachteten Szenarien für 2025 zu Mehrerlösen gegenüber einem Windpark ohne Speicher von bis zu 222 k € und gegenüber einem PV-Park ohne Speicher von 193 k € führen könnte. Diesen Erlösen müssen dann noch die Erlöspotenziale aus dem Sekundärarbeitsmarkt und financial trading hinzugerechnet werden, um eine ganzheitliche Abschätzung des Geschäftsmodells vorzunehmen.
Im Februar veröffentlichen wir das nächste Update mit Details dazu, wie sich die Erlöspotenziale von Batteriespeichern im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat verändert haben und welche Erlöspotenziale sich daraus für die letzten 12 Monate ableiten lassen.
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