Erlöse von co-location Batteriespeichern im Juni 2026 - PV mit Höchstwert, Wind leicht positiv
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Während wir im frei zugänglichen Teil des Monatsrückblicks die Erlöse eines stand-alone Batteriespeichers im Backtesting mit unserem Simulationsmodell darstellen, steigen wir im vorliegenden Blogpost vertiefend in die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers kombiniert mit einem Wind- oder PV-Park ein. Folgende Inhalte finden Sie in diesem Teil des Monatsvergleichs:
Die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Windpark (nach InnAusV) in Deutschland, mit folgender Marktabdeckung
Day-Ahead
Intraday-Auktion
kontinuierlicher Intraday-Handel
kombinierte Vermarktung an den Großhandelsmärkten
positive aFRR-Leistungsbereitstellung (zwei Preisszenarien) und
unsere cross-market-Optimierung (zwei Preisszenarien für aFRR)
Die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Solarpark in Deutschland, mit der oben dargestellten Marktabdeckung
Für beide Fälle werden noch folgende Vergleiche dargestellt und analysiert:
Vergleich der Erlöse mit und ohne Batteriespeicher
Vergleich der Erlöspotenziale mit dem Vorjahresmonat
Entwicklung des Erlöspotenzials über die letzten 12 Monate
Vergleich für ein 2 h und ein 4 h co-location Batteriespeichersystem
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Erlöse von Windparks mit Batteriespeicher liegen um bis zu 67 % höher als ohne
Abbildung 1: Berechnungsergebnisse zu den möglichen gemeinsamen Erlösen (backtesting) eines 1 MW/2 MWh co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Windpark (nach InnAusV) an den deutschen Strommärkten im Juni 2026 (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen können hier (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen könne hier nachgelesen werden) [* durchschnittliche Leistungspreise] - heller Balkenteil: Erlös des co-location Windparks (im DA-Markt), dunkler Balkenteil: Erlös des co-location Speichers, gestrichelte Linie: Erlöse eines stand-alone 3-MW-Windparks
Die Anlagenkombination aus 1 MW Batteriespeicher und 3 MW onshore-Windpark hätte im Juni 2026 bei einer cross-market Optimierung Gesamterlöse von 43,2 k € erzielen können. Davon entfallen 15,0 k € auf die Speicheroptimierung und 28,2 k € auf die Wind-Direkteinspeisung. Der Mehrwert des Speichers liegt somit bei der cross-market Strategie bei 15 k €, was 35 % der Gesamterlöse entspricht. Die gestrichelte Linie bei 25,9 k € zeigt die Erlöse der reinen Windeinspeisung ohne Speicher als Referenz. Die Kombination mit dem Batteriespeicher bringt somit einen Mehrerlös von 67 % bzw. 17,3 k €. Dabei ist zu beachten, dass Windkraftanlagen in der Kombination mit Speichern als systemdienliche Lösungen durch Innovationsausschreibungen nach §§ 28 bis 35a und 39n EEG sowie die Regelungen der InnAusV von attraktiveren Förderbedingungen profitieren. Hierdurch ergibt sich bei den potenziellen Erlösen ein Plus aufgrund eines um fast 8 % höheren anzulegenden Wertes und damit einer entsprechend höheren Marktprämie. Dies erklärt den Unterschied zwischen den Erlösen des kombinierten mit denen des eigenständigen Windparks. Details zu den Modellparametern finden Sie hier. Der Batteriespeicher kann zur Wahrung des Grünstromprivilegs nur über den Windpark geladen werden und dementsprechend weder am Primär- (FCR) noch am negativen Sekundärregelleistungsmarkt (aFRR negativ) teilnehmen.
Bei der reinen Day-Ahead-Vermarktung erbringt die Kombination 37,4 k € (davon 9,3 k € Speicheroptimierung). Die Intraday-Auktion erreicht 37,6 k € (davon 9,4 k € Speicheroptimierung), während der kontinuierliche Intraday-Handel 38,6 k € (davon 10,5 k € Speicheroptimierung) erbringt. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 erreicht 40,5 k € (davon 12,3 k € Speicheroptimierung). Bei Einbeziehung des positiven aFRR-Marktes steigen die Gesamterlöse auf 39,3 k € (davon 11,1 k € Speicheroptimierung).
Gemischtes bei Erlösvergleich von Juni 2026 vs. Juni 2025
Abbildung 2: Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit Windpark in den verschiedenen Märkten für Juni 2026 vs. Juni 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]
Im Vorjahresvergleich zeigt sich bei der Co-Location mit Wind ein gemischtes Bild. Die Erlöse im Day-Ahead-Markt stiegen um 9 %, die Intraday-Auktion legte um 8 % zu. Der kontinuierliche Intraday-Markt ging hingegen um 1 % zurück und die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 blieb nahezu konstant (0 %). Der positive aFRR-Markt verzeichnete einen Rückgang von 1 %. Die cross-market Strategie ging insgesamt um 2 % zurück.
Der moderate Rückgang der Gesamterlöse ist trotz der um 24 % niedrigeren normalisierten Windeinspeisung auf die höheren Marktwerte der Windenergie zurückzuführen (Anstieg um 53 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Die durchschnittlichen Day-Ahead-Preise lagen im Juni 2026 mit 106,83 €/MWh um 71 % über dem Vorjahreswert von 62,66 €/MWh, was die geringere Erzeugungsmenge teilweise kompensierte.
Vergleich der cross-market Bruttoerlöse des co-location Speichers mit dem Vorjahresmonat
Abbildung 3: Potenzielle Bruttoerlöse des Speichers in co-location mit Windenergie durch die cross-market-Strategie im Juni 2026 und im Juni 2025, nach Einzelmärkten aufgelöst [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Die Abbildung 3 zeigt die Zusammensetzung der Bruttoerlöse der cross-market Strategie für die Kombination aus Wind und Batteriespeicher. Es zeigt sich, dass bei der cross-market Strategie der co-location Speicher im Juni 2026 ca. 31 % seiner Bruttoerlöse am positiven aFRR-Markt (5,7 k €) erzielte und den verbleibenden Teil zu etwa 49 % am kontinuierlichen Intraday-Markt (8,9 k €) und zu etwa 20 % am Intraday-Auktionsmarkt (3,7 k €). Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich eine Verlagerung: Während im Juni 2025 der positive aFRR-Markt mit 7,9 k € (37 %) dominierte, ist sein Anteil im Juni 2026 auf 31 % zurückgegangen. Gleichzeitig hat der kontinuierliche Intraday-Markt von 10,0 k € auf 8,9 k € abgenommen.
Die Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit Windpark über die letzten zwölf Monate
Abbildung 4: Potenzielle gemeinsame monatliche Erlöse des Speichers in co-location mit Windenergie durch die cross-market-Strategie von Juli 2025 bis Juni 2026, nach Einzelmärkten aufgelöst [*: durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Betrachtet man die monatlichen Erlöse der Anlagenkombination über die letzten 12 Monate, zeigt sich eine deutliche saisonale Schwankung. Die höchsten gemeinsamen Erlöse wurden im Januar 2026 mit 74,1 k € erzielt, gefolgt vom Oktober 2025 mit 65,1 k €. Die niedrigsten Erlöse fielen im August 2025 mit 32,6 k € an. Der Juni 2026 liegt mit 43,2 k € im mittleren Bereich und zeigt eine Erholung gegenüber dem Mai (39 k €).
Vergleich von 2 h- und 4 h-Batteriespeichern in co-location mit Windkraft
Abbildung 5: Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers und eines Windparks mit einer 4-h-Auslegung vs. 2-h-Auslegung im Juni 2026 [*: durchschnittliche Leistungspreise]
Der Vergleich zwischen einem 4-h- und einem 2-h-Speichersystem in Co-Location mit Windenergie zeigt im Juni 2026 moderate Unterschiede. Bei der reinen Day-Ahead-Vermarktung liegt der Erlösvorteil des 4-h-Systems bei 8 %, bei der Intraday-Auktion bei 8 % und beim kontinuierlichen Intraday-Handel bei 7 %. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 bringt einen Vorteil von 9 % für das 4-h-System. Bei der cross-market Strategie fällt der Erlösvorteil des 4-h-Systems mit 11 % etwas höher aus. Die Unterschiede fallen bei der Co-Location mit Windenergie deutlich geringer aus als beim stand-alone Speicher und auch geringer als bei der Co-Location mit PV, da die höhere und gleichmäßigere Windeinspeisung einen größeren Anteil der Gesamterlöse ausmacht.
88-%-Steigerung der Erlöse durch Speicher für PV-Park möglich
Abbildung 6: Berechnungsergebnisse zu den möglichen gemeinsamen Erlösen (backtesting) eines 1 MW/2 MWh co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Solarpark an den deutschen Strommärkten im Juni 2026 (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen können hier nachgelesen werden) [* durchschnittliche Leistungspreise] - heller Balkenteil: Erlös des co-location PV-Parks (im DA-Markt), dunkler Balkenteil: Erlös des co-location Speichers, gestrichelte Linie: Erlöse eines stand-alone 3-MW-PV-Parks
Die Anlagenkombination aus 1 MW Batteriespeicher und 3 MW PV hätte im Juni 2026 bei einer cross-market Optimierung Gesamterlöse von 48,8 k € erzielen können. Davon entfallen 16,8 k € auf die Speicheroptimierung und 32,0 k € auf die PV-Direkteinspeisung. Zum Vergleich: Ein reiner 3-MW-PV-Park ohne Speicher (gestrichelte Linie in der Abbildung) hätte im Day-Ahead-Markt 14,9 k € erzielt. Die Kombination mit dem Batteriespeicher bringt somit einen Mehrerlös von 88 % bzw. 22,8 k €. Dabei ist zu beachten, dass Wind- und PV-Anlagen in der Kombination mit Speichern als systemdienliche Lösungen durch die InnAusV von attraktiveren Förderbedingungen profitieren. Hierdurch ergibt sich bei den potenziellen Erlösen ein Plus aufgrund eines um 34 % höheren anzulegenden Wertes und damit einer entsprechend höheren Marktprämie. Dies erklärt den Unterschied zwischen den Erlösen des kombinierten mit denen eines eigenständigen PV-Parks.
Bei der reinen Day-Ahead-Vermarktung erbringt die Kombination 44,4 k € (davon 12,4 k € Speicheroptimierung). Die Intraday-Auktion erreicht 44,7 k € (davon 12,8 k € Speicheroptimierung), während der kontinuierliche Intraday-Handel 46,3 k € (davon 14,3 k € Speicheroptimierung) erbringt. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 erreicht 48,4 k € (davon 16,4 k € Speicheroptimierung). Bei Einbeziehung des positiven aFRR-Marktes steigen die Gesamterlöse auf 43,1 k € (davon 11,1 k € Speicheroptimierung). Die gestrichelte Linie bei 26,0 k € zeigt die Erlöse der reinen PV-Einspeisung ohne Speicher als Referenz.
Der Mehrwert des Speichers liegt somit bei der cross-market Strategie bei 16,8 k €, was 34 % der Gesamterlöse entspricht.
Starker Zuwachs in allen Märkten im Vergleich zum Juni 2025
Abbildung 7: Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit einem PV-Park in den verschiedenen Märkten für Juni 2026 vs. Juni 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]
Im Vorjahresvergleich zeigt sich bei der Co-Location mit PV ein deutlich positives Bild. Die Erlöse im Day-Ahead-Markt stiegen um 86 %, die Intraday-Auktion legte um 83 % zu und der kontinuierliche Intraday-Markt stieg um 60 %. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 stieg um 61 %. Der positive aFRR-Markt verzeichnete einen Anstieg von 53 %. Die cross-market Strategie stieg insgesamt um 51 %.
Die deutlichen Steigerungen sind auf die Kombination aus höherer PV-Erzeugung (+7 % normalisiert) und den massiv gestiegenen Strompreisen zurückzuführen. Die durchschnittlichen Day-Ahead-Preise lagen im Juni 2026 mit 106,83 €/MWh um 71 % über dem Vorjahreswert; der Marktwert von PV stieg um 236 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Gleichzeitig stiegen die Spreads am Day-Ahead-Markt um 43 %, was die Erlöspotenziale des Speichers deutlich erhöhte.
Vergleich der cross-market Bruttoerlöse des co-location Speichers mit dem Vorjahresmonat
Abbildung 8: Potenzielle Bruttoerlöse des Speichers in co-location mit PV-Anlage durch die cross-market-Strategie im Juni 2026 vs. Juni 2025, nach Einzelmärkten aufgelöst [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Die Abbildung 8 zeigt die Zusammensetzung der Bruttoerlöse der cross-market Strategie für die Kombination aus PV und Batteriespeicher. Es zeigt sich, dass bei der cross-market Strategie der co-location Speicher im Juni 2026 ca. 22 % seiner Bruttoerlöse am positiven aFRR-Markt (4,5 k €) erzielte und den verbleibenden Teil zu etwa 56 % am kontinuierlichen Intraday-Markt (11,3 k €) und zu etwa 22 % am Intraday-Auktionsmarkt (4,4 k €). Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich eine deutliche Veränderung: Während im Juni 2025 der positive aFRR-Markt mit 6,3 k € (33 %) den größten Einzelposten darstellte, dominiert im Juni 2026 der kontinuierliche Intraday-Markt mit 56 % der Bruttoerlöse. Die Gesamtbruttoerlöse des Speichers stiegen von 19,2 k € auf 20,2 k €.
Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit einem PV-Park über die letzten zwölf Monate
Abbildung 9: Potenzielle gemeinsame monatliche Erlöse des Speichers in co-location mit PV durch die cross-market-Strategie von Juli 2025 bis Juni 2026, nach Einzelmärkten aufgelöst [*: durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]
Betrachtet man die monatlichen Erlöse der Anlagenkombination über die letzten 12 Monate, zeigt sich eine deutliche saisonale Schwankung. Die höchsten gemeinsamen Erlöse wurden im Juni 2026 mit 48,8 k € erzielt – der höchste Wert im gesamten Betrachtungszeitraum. Die niedrigsten Erlöse fielen im Dezember 2025 mit 11,6 k € an. Die saisonale Abhängigkeit der PV-Erzeugung zeigt sich hier besonders deutlich: Die Sommermonate erzielen durchweg höhere Erlöse als die Wintermonate.
Vergleich von 2 h- und 4 h-Batteriespeichern in co-location mit PV-Park
Abbildung 10: Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem PV-Park mit einer 4-h-Auslegung vs. 2-h-Auslegung im Juni 2026 [* durchschnittliche Leistungspreise]
Der Vergleich zwischen einem 4-h- und einem 2-h-Speichersystem in Co-Location mit PV zeigt im Juni 2026 moderate Unterschiede. Bei der reinen Day-Ahead-Vermarktung liegt der Erlösvorteil des 4-h-Systems bei 18 %, bei der Intraday-Auktion bei 19 % und beim kontinuierlichen Intraday-Handel bei 15 %. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 bringt einen Vorteil von 20 % für das 4-h-System. Bei der cross-market Strategie fällt der Erlösvorteil des 4-h-Systems mit 18 % ähnlich aus. Die Unterschiede zwischen den Vermarktungsstrategien fallen bei der Co-Location mit PV geringer aus als beim stand-alone Speicher, da die PV-Direkteinspeisung unabhängig von der Speichergröße ist und einen konstanten Sockel bildet.
Fazit für co-location Batteriespeicher
Der Juni 2026 zeigt für beide Anlagenkombinationen eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Entwicklung nach Technologie unterschiedlich: Die Co-Location mit PV erreicht mit 48,8 k € ein Plus von 51 % im Vorjahresvergleich, während die Wind-Kombination mit 43,2 k € um 2 % zurückging. Die gegenläufige Entwicklung erklärt sich durch die Einspeiseerlöse: Die um 7 % höhere normalisierte PV-Einspeisung in Kombination mit den um 71 % gestiegenen Durchschnittspreisen führte zu massiv höheren Erlösen für die PV-Kombination. Bei der Wind-Kombination kompensierte der höhere Marktwert der Windenergie die um 24 % niedrigere Windeinspeisung weitgehend. Der Mehrwert des Speichers liegt bei PV mit 34 % der Gesamterlöse etwas niedriger als bei Wind (35 %).
Wir veröffentlichen zeitnah das nächste Update mit Details dazu, wie sich die Erlöspotenziale von Batteriespeichern im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat verändert haben und welche Erlöspotenziale sich daraus für die letzten 12 Monate ableiten lassen.
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