Erlöse von co-location Batteriespeichern im März 2026 - Wind solide, PV mit deutlichem Anstieg


Die monatlichen Battery Beats reportings für co-location BESS sind nur für Mitglieder der Battery Beats community zugänglich. Schon Mitglied? Dann bitte hier Einloggen. Noch kein Mitglied? Kein Problem, einfach unten anmelden!


Während wir im frei zugänglichen Teil des Monatsrückblicks die Erlöse eines stand-alone Batteriespeichers im Backtesting mit unserem Simulationsmodell darstellen, steigen wir im vorliegenden Blogpost vertiefend in die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers kombiniert mit einem Wind- oder PV-Park ein. Folgende Inhalte finden Sie in diesem Teil des Monatsvergleichs: 

  1. Die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Windpark (nach InnAusV) in Deutschland, mit folgender Marktabdeckung

    • Day-Ahead

    • Intraday-Auktion

    • kontinuierlicher Intraday-Handel

    • kombinierte Vermarktung an den Großhandelsmärkten

    • positive aFRR-Leistungsbereitstellung (zwei Preisszenarien) und

    • unsere cross-market-Optimierung (zwei Preisszenarien für aFRR)

  2. Die potenziellen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Solarpark in Deutschland, mit der oben dargestellten Marktabdeckung

  3. Für beide Fälle werden noch folgende Vergleiche dargestellt und analysiert:

  • Vergleich der Erlöse mit und ohne Batteriespeicher

  • Vergleich der Erlöspotenziale mit dem Vorjahresmonat

  • Entwicklung des Erlöspotenzials über die letzten 12 Monate

  • Vergleich für ein 2 h und ein 4 h co-location Batteriespeichersystem

___STEADY_PAYWALL___

Erlöse von Windparks mit Batteriespeicher liegen um bis zu 47 % höher als ohne

Abbildung 1: Berechnungsergebnisse zu den möglichen gemeinsamen Erlösen (backtesting) eines 1 MW/2 MWh co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Windpark (nach InnAusV) an den deutschen Strommärkten im März 2026 (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen können hier (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen könne hier nachgelesen werden) [* durchschnittliche Leistungspreise] - heller Balkenteil: Erlös des co-location Windparks (im DA-Markt), dunkler Balkenteil: Erlös des co-location Speichers, gestrichelte Linie: Erlöse eines stand-alone 3-MW-Windparks

Im März 2026 zeigt sich für die Kombination aus Windenergie und Batteriespeicher ein solides Bild. Die gemeinsamen Erlöse der Anlagenkombination bei einer cross-market Strategie belaufen sich auf ca. 47,6 k € pro Monat. Zum Vergleich: Ein reiner 3-MW-Windpark ohne Speicher (gestrichelte Linie in der Abbildung) hätte im Day-Ahead-Markt 32,3 k € erzielt. Die Kombination mit dem Batteriespeicher bringt somit einen Mehrerlös von 47 % bzw. 15,3 k €. Dabei ist zu beachten, dass Windkraftanlagen in der Kombination mit Speichern als systemdienliche Lösungen durch Innovationsausschreibungen nach §§ 28 bis 35a und 39n EEG sowie die Regelungen der InnAusV von attraktiveren Förderbedingungen profitieren. Hierdurch ergibt sich bei den potenziellen Erlösen ein Plus aufgrund eines um fast 8 % höheren anzulegenden Wertes und damit einer entsprechend höheren Marktprämie. Dies erklärt den Unterschied zwischen den Erlösen des kombinierten mit denen des eigenständigen Windparks. Details zu den Modellparametern finden Sie hier. Der Batteriespeicher kann zur Wahrung des Grünstromprivilegs nur über den Windpark geladen werden und dementsprechend weder am Primär- (FCR) noch am negativen Sekundärregelleistungsmarkt (aFRR negativ) teilnehmen.

Bei der Einzelmarktbetrachtung zeigt sich, dass die reine Day-Ahead-Vermarktung der Kombination 44,2 k € erbringt (davon 8,4 k € Speicheroptimierung). Die Vermarktung des Speichers in der Intraday-Auktion bringt 42,5 k € (7,9 k € Speicher), im kontinuierlichen Intraday-Markt 42,4 k € (7,8 k € Speicher). Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 erreicht 45,4 k € (9,6 k € Speicher). Bei der Vermarktung des Speichers im positiven aFRR-Markt ergibt sich ein Potenzial von 42,1 k € (7,4 k € Speicher), während die cross-market Strategie mit 47,6 k € (11,8 k € Speicher) die beste Gesamtperformance aufweist.

Der Mehrwert des Speichers liegt somit bei der cross-market Strategie bei 11,8 k €, was 25 % der Gesamterlöse entspricht.

Alle Vermarktungsstrategien führen zu höheren Erlösen im März 2026 vs. März 2025

Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit Windpark in den verschiedenen Märkten für März 2026 vs. März 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]

Abbildung 2: Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit Windpark in den verschiedenen Märkten für März 2026 vs. März 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]

Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich bei der Kombination aus Wind und Batteriespeicher ein durchweg positives Bild. Die Erlöse der Day-Ahead-Vermarktung legten um 36 % zu, bei der Intraday-Auktion um 27 %, während die Vermarktung des Speichers im kontinuierlichen Intraday-Markt die Erlöse um 23 % steigerte. Die kombinierte Vermarktung des Speichers über DA, IDA1 und ID1 stieg um 27 %. Der positive aFRR-Markt verzeichnete einen Anstieg von 20 %, während die cross-market Strategie insgesamt um 23 % zulegte.

Diese positive Entwicklung ist primär auf die Windproduktion zurückzuführen, die die Erlöse der Anlagenkombination dominieren:

  • Die Produktion aus Windanlagen lag im März 2026 um 39 % über dem Vorjahreswert. Die normalisierte Erzeugung (bezogen auf die installierte Leistung) stieg ebenfalls um 39 %. Gleichzeitig blieb der monatliche Marktwert der Windenergie an Land nahezu konstant gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Kombination aus deutlich höherer Produktion bei stabilem Marktwert führte zu einem signifikanten Anstieg der Gesamterlöse.

  • Die Speichererlöse trugen ebenfalls positiv bei. Anders als in den Vormonaten, in denen die Speichererlöse die Gesamterlöse im Vorjahresvergleich dämpften, profitierte der Speicher im März 2026 von der gestiegenen Preisvolatilität am Day-Ahead-Markt (+35 % bei den Spreads).

Vergleich der cross-market Bruttoerlöse des co-location Speichers mit dem Vorjahresmonat

Abbildung 3: Potenzielle Bruttoerlöse des Speichers in co-location mit Windenergie durch die cross-market-Strategie im März 2026 und im März 2025, nach Einzelmärkten aufgelöst [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]

Die Abbildung 3 zeigt die Zusammensetzung der Bruttoerlöse der cross-market Strategie für die Kombination aus Wind und Batteriespeicher. Im März 2026 entfallen ca. 15 % der Erlöse auf die Intraday-Auktion (IDA1, 1,9 k €), 51 % auf den kontinuierlichen Intraday-Markt (ID1, 6,2 k €) und 34 % auf den positiven aFRR-Markt (4,2 k €). Im Vergleich zum März 2025 (5,6 k € IDA1, 6,9 k € ID1, 5,3 k € aFRR pos) zeigt sich ein deutlicher Rückgang in allen Segmenten, wobei die Intraday-Auktion mit einem Rückgang von 66 % am stärksten betroffen ist. Der positive aFRR-Markt ging um 21 % zurück, während der kontinuierliche Intraday-Markt um 10 % abnahm. Diese Verschiebung reflektiert die veränderten Marktbedingungen: Die Intraday-Auktion verliert weiter an Attraktivität, während der kontinuierliche Intraday-Markt und der positive aFRR-Markt die dominierenden Erlösquellen für den Speicher bleiben.

Die Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit Windpark über die letzten zwölf Monate

Potenzielle gemeinsame monatliche Erlöse des Speichers in co-location mit Windenergie durch die cross-market-Strategie von April 2025 bis März 2026, nach Einzelmärkten aufgelöst [*: durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]

Abbildung 4: Potenzielle gemeinsame monatliche Erlöse des Speichers in co-location mit Windenergie durch die cross-market-Strategie von April 2025 bis März 2026, nach Einzelmärkten aufgelöst [*: durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]

Die Entwicklung der monatlichen Erlöse über die letzten 12 Monate zeigt ein volatiles Bild mit deutlichen saisonalen Schwankungen. Die höchsten gemeinsamen Erlöse wurden im Januar 2026 mit 74,1 k € erzielt, gefolgt vom Oktober 2025 mit 65,1 k €  und vom September 2025 mit 59,7 k €. Die niedrigsten Erlöse verzeichneten der August 2025 mit 32,6 k € und der April 2025 mit 36,6 k €. Der März 2026 liegt mit 47,6 k € im mittleren Bereich. Die saisonalen Schwankungen sind primär auf die Windproduktion zurückzuführen, die in den Wintermonaten typischerweise höher ausfällt als in den Sommermonaten. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Erlöse aus dem Speicher in Phasen mit hoher Preisvolatilität (z.B. September und Oktober 2025) besonders hoch ausfallen.

Vergleich von 2 h- und 4 h-Batteriespeichern in co-location mit Windkraft im März 2026

Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers und eines Windparks mit einer 4-h-Auslegung vs. 2-h-Auslegung im März 2026 [*: durchschnittliche Leistungspreise]

Abbildung 5: Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers und eines Windparks mit einer 4-h-Auslegung vs. 2-h-Auslegung im März 2026 [*: durchschnittliche Leistungspreise]

Der Vergleich zwischen einem 4-h-Speichersystem und einem 2-h-Speichersystem in Kombination mit Windenergie zeigt im März 2026 geringe Unterschiede. Bei der Day-Ahead-Vermarktung liegt der Erlösvorteil des 4-h-Systems bei 8 %, bei der Intraday-Auktion ebenfalls bei 8 % und beim kontinuierlichen Intraday-Handel bei 8 %. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 bringt einen Vorteil von 8 % für das 4-h-System, während die cross-market Strategie einen Vorteil von 7 % aufweist.

Diese geringen Unterschiede sind darauf zurückzuführen, dass die Windeinspeisung bereits einen Großteil der Erlöse generiert (ca. 75 % der Gesamterlöse) und der Speicher primär zur kurzfristigen Optimierung genutzt wird. Die längere Speicherdauer des 4-h-Systems bringt daher nur einen marginalen Mehrwert.

111-%-Steigerung der Erlöse durch Speicher für PV-Park möglich

Abbildung 6: Berechnungsergebnisse zu den möglichen gemeinsamen Erlösen (backtesting) eines 1 MW/2 MWh co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem 3 MW Solarpark an den deutschen Strommärkten im März 2026 (Annahmen und Einschränkungen zu den Berechnungen können hier nachgelesen werden) [* durchschnittliche Leistungspreise] - heller Balkenteil: Erlös des co-location PV-Parks (im DA-Markt), dunkler Balkenteil: Erlös des co-location Speichers, gestrichelte Linie: Erlöse eines stand-alone 3-MW-PV-Parks

Im März 2026 zeigt sich für die Kombination aus Photovoltaik und Batteriespeicher ein deutlich verbessertes Bild gegenüber dem Vormonat. Die gemeinsamen Erlöse der Anlagenkombination bei einer cross-market Strategie belaufen sich auf 31,4 k € pro Monat. Zum Vergleich: Ein reiner 3-MW-PV-Park ohne Speicher (gestrichelte Linie in der Abbildung) hätte im Day-Ahead-Markt 14,9 k € erzielt. Die Kombination mit dem Batteriespeicher bringt somit einen Mehrerlös von 111 % bzw. 16,5 k €. Dabei ist zu beachten, dass Wind- und PV-Anlagen in der Kombination mit Speichern als systemdienliche Lösungen durch die InnAusV von attraktiveren Förderbedingungen profitieren. Hierdurch ergibt sich bei den potenziellen Erlösen ein Plus aufgrund eines um 34 % höheren anzulegenden Wertes und damit einer entsprechend höheren Marktprämie. Dies erklärt den Unterschied zwischen den Erlösen des kombinierten mit denen eines eigenständigen PV-Parks.

Bei der Einzelmarktbetrachtung zeigt sich, dass die reine Day-Ahead-Vermarktung der Kombination 28,6 k € erbringt (davon 9,8 k € Speicheroptimierung). Die Intraday-Auktion bringt 27,7 k € (9,3 k € Speicher), der kontinuierliche Intraday-Markt 27,8 k € (9,3 k € Speicher). Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 erreicht 29,7 k € (10,9 k € Speicher). Bei der Vermarktung des Speichers im positiven aFRR-Markt wird mit 25,7 k € (7,3 k € Speicher) ein niedrigeres Ergebnis erzielt, während die cross-market Strategie mit 31,4 k € (12,6 k € Speicher) die beste Gesamtperformance aufweist.

Der Mehrwert des Speichers liegt somit bei der cross-market Strategie bei 12,6 k €, was 40 % der Gesamterlöse entspricht.

Zuwachs in allen Märkten im Vergleich zum März 2025

Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit einem PV-Park in den verschiedenen Märkten für März 2026 vs. März 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]

Abbildung 7: Veränderung der gemeinsamen Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit einem PV-Park in den verschiedenen Märkten für März 2026 vs. März 2025 [*: durchschnittliche Leistungspreise]

Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich bei der Kombination aus PV und Batteriespeicher ein durchweg positives Bild. Die Day-Ahead-Vermarktung legte um 20 % zu, die Intraday-Auktion um 13 %, während die Erlöse im kontinuierlichen Intraday-Markt um 10 % stiegen. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 stieg um 12 %. Der positive aFRR-Markt verzeichnete einen Anstieg von 2 %, während die cross-market Strategie insgesamt um 9 % zulegte. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

  • Die PV-Produktion lag im März 2026 um 15 % über dem Vorjahreswert. Die normalisierte Erzeugung (bezogen auf die installierte Leistung) stieg ebenfalls um 14 %. Gleichzeitig stieg der monatliche Marktwert von PV um 9 % an. Die Kombination aus höherer Produktion und gestiegenem Marktwert führte zu einem deutlichen Anstieg der Gesamterlöse.

  • Die Speichererlöse trugen ebenfalls positiv bei, insbesondere durch die gestiegene Preisvolatilität am Day-Ahead-Markt (+35 % bei den Spreads).

Vergleich der cross-market Bruttoerlöse des co-location Speichers mit dem Vorjahresmonat

Abbildung 8: Potenzielle Bruttoerlöse des Speichers in co-location mit PV-Anlage durch die cross-market-Strategie im März 2026 vs. März 2025, nach Einzelmärkten aufgelöst [* durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]

Die Abbildung 8 zeigt die Zusammensetzung der Bruttoerlöse der cross-market Strategie für die Kombination aus PV und Batteriespeicher. Im März 2026 entfallen 18 % der Erlöse auf die Intraday-Auktion (IDA1, 2,2 k €), 52 % auf den kontinuierlichen Intraday-Markt (ID1, 6,2 k €) und 30 % auf den positiven aFRR-Markt (3,6 k €). Im Vergleich zum März 2025 (5,3 k € IDA1, 6,2 k € ID1, 4,6 k € aFRR pos) zeigt sich ein deutlicher Rückgang in der Intraday-Auktion (−58 %) und im positiven aFRR-Markt (−22 %), während der kontinuierliche Intraday-Markt stabil blieb. Diese Verschiebung reflektiert die veränderten Marktbedingungen: Die Intraday-Auktion verliert weiter an Attraktivität, während der kontinuierliche Intraday-Markt die dominierende Erlösquelle für den Speicher bleibt.

Erlöspotenziale eines co-location Batteriespeichers mit einem PV-Park über die letzten zwölf Monate

Potenzielle gemeinsame monatliche Erlöse des Speichers in co-location mit PV durch die cross-market-Strategie von April 2025 bis März 2026, nach Einzelmärkten aufgelöst [*: durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]

Abbildung 9: Potenzielle gemeinsame monatliche Erlöse des Speichers in co-location mit PV durch die cross-market-Strategie von April 2025 bis März 2026, nach Einzelmärkten aufgelöst [*: durchschnittliche aFRR-Leistungspreise]

Die Entwicklung der monatlichen Erlöse über die letzten 12 Monate zeigt ein typisches saisonales Muster mit deutlich höheren Erlösen in den Sommermonaten. Die höchsten Erlöse wurden im September 2025 mit 37,0 k € erzielt, gefolgt vom Juli 2025 mit 36,5 k € und dem August 2025 mit 34,2 k €. Die niedrigsten Erlöse verzeichneten der Dezember 2025 mit 11,6 k € und der Februar 2026 mit 12,8 k €. Der März 2026 liegt mit 31,4 k € im oberen Bereich und nähert sich bereits den Sommerwerten an. Die saisonalen Schwankungen sind primär auf die PV-Produktion zurückzuführen, die in den Sommermonaten deutlich höher ausfällt als in den Wintermonaten.

Vergleich von 2 h- und 4 h-Batteriespeichern in co-location mit PV-Park im März 2026

Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem PV-Park mit einer 4-h-Auslegung vs. 2-h-Auslegung im März 2026 [* durchschnittliche Leistungspreise]

Abbildung 10: Vergleich der potenziellen gemeinsamen Erlöse eines co-location Batteriespeichers in Kombination mit einem PV-Park mit einer 4-h-Auslegung vs. 2-h-Auslegung im März 2026 [* durchschnittliche Leistungspreise]

Der Vergleich zwischen einem 4-h-Speichersystem und einem 2-h-Speichersystem in Kombination mit PV zeigt im März 2026 moderate Unterschiede. Bei der Day-Ahead-Vermarktung liegt der Erlösvorteil des 4-h-Systems bei 20 %, bei der Intraday-Auktion bei 19 % und beim kontinuierlichen Intraday-Handel bei 17 %. Die kombinierte Vermarktung über DA, IDA1 und ID1 bringt einen Vorteil von 19 % für das 4-h-System, während die cross-market Strategie einen Vorteil von 17 % aufweist.

Die höheren Unterschiede im Vergleich zur Wind-Kombination (7–8 %) sind darauf zurückzuführen, dass der Speicher bei der PV-Kombination einen deutlich größeren Anteil an den Gesamterlösen hat (40 % vs. 25 %) und somit die längere Speicherdauer des 4-h-Systems stärker zum Tragen kommt. Dennoch bleibt der Mehrwert moderat, da die cross-market Strategie auch auf Regelleistungsmärkte setzt, bei denen die Speicherdauer keine Rolle spielt.

Fazit für co-location Batteriespeicher

Der März 2026 zeigt deutliche Unterschiede zwischen der Co-location von Batteriespeichern mit Wind- und PV-Anlagen. Während die Kombination mit Windenergie mit 47,6 k € Gesamterlösen und einem Speicherbeitrag von 11,8 k € (25 % der Gesamterlöse) eine sehr positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat (+23 %) aufweist, verzeichnet auch die Kombination mit PV mit 31,4 k € Gesamterlösen und einem Speicherbeitrag von 12,6 k € (40 % der Gesamterlöse) einen deutlichen Anstieg (+9 %).

Die positive Entwicklung bei der Wind-Kombination ist primär auf die um 39 % gestiegene Windproduktion bei stabilem Marktwert zurückzuführen. Bei der PV-Kombination trugen sowohl die um 15 % höhere PV-Produktion als auch der um 9 % gestiegene Marktwert positiv bei. Zudem profitierte der Speicher in beiden Kombinationen von der gestiegenen Preisvolatilität an den Großhandelsmärkten.

Für die kommenden Monate ist zu erwarten, dass sich die Erlöspotenziale für die PV-Kombination mit weiter steigender Solarproduktion deutlich verbessern werden. Die cross-market Strategie bleibt für beide Kombinationen die wirtschaftlich attraktivste Option, wobei die Flexibilität zwischen Großhandels- und Regelleistungsmärkten entscheidend für die Erlösoptimierung ist. Der Vergleich zwischen 2-h- und 4-h-Speichersystemen zeigt, dass bei co-location der Mehrwert eines 4-h-Systems deutlich geringer ausfällt als bei stand-alone Speichern. Bei der Wind-Kombination liegt der Vorteil bei nur 7–8 %, bei der PV-Kombination bei 17–20 % (je nach Vermarktungsstrategie).

Wir veröffentlichen zeitnah das nächste Update mit Details dazu, wie sich die Erlöspotenziale von Batteriespeichern im April gegenüber dem Vorjahresmonat verändert haben und welche Erlöspotenziale sich daraus für die letzten 12 Monate ableiten lassen.

Wenn Sie ein weitergehendes Interesse an Energiepolitik und Marktdesign sowie deren Rückwirkungen auf Geschäftsmodellen im Energiesektor haben, schlagen wir Ihnen auch unser neues Monatsbriefing Regulierung und Marktdesign vor.

Tragen Sie sich gerne in unseren Newsletter ein, dann verpassen Sie kein Update des Battery Beats monthly reporting von EERA consulting.

 

Sie wollen besser verstehen, was unser Modell kann, haben inhaltliche Rückfragen, Anregungen oder eine Anfrage für ein konkretes Projekt? Kontaktieren Sie uns gerne.

Anna Pechan

Anna ist unsere Expertin rund um Fragen zum Energiemarktdesign, Regulierung und Modellierungen in diesen Bereichen.

Zurück
Zurück

Battery Beats März 2026: Erlöse von stand-alone Batteriespeichern (BESS)

Weiter
Weiter

Battery Beats Februar 2026: Erlöse von stand-alone Batteriespeichern (BESS)